Meknès

Marokkos Stadt der hundert Minarette - Meknès
Abseits ausgetretener Touristenpfade gilt Meknès als unterschätztes Reiseziel. Im Norden Marokkos beeindruckt die einstige Königsstadt und ehemalige Hauptstadt des nordafrikanischen Staates heute mit einer Medina, die zum Weltkulturerbe zählt. Das ganze Jahr über lädt die Zwillingsstadt von Fès zu einem Städtetrip ein.

Bezaubernde Altstadt mit orientalischem Flair
Die mittelalterliche Medina von Meknès wurde im 10. Jahrhundert erbaut. Ihre imposante Stadtmauer prägen eindrucksvolle Tore in prächtiger Mosaikgestaltung. Zu den schönsten und größten Beispielen des Landes zählt das Stadttor Bab-el-Mansour. Dahinter befand sich früher das jüdische Viertel Mellah, wodurch Meknès als "Jerusalem Marokkos" bekannt war. Inzwischen wird das Stadttor nicht mehr genutzt. Über einen Seiteneingang gelangen Reisende zu einem kleinen Kunsthandwerkermarkt. Direkt neben dem Stadttor tauchen Besucher ins lebhafte Treiben der Markthalle ein.

Die schönsten Basarviertel Marokkos besuchen
Im Vergleich zu anderen Königsstädten präsentieren sich die Stände der Rue Souk es-Sebbat in Meknès weniger touristisch. Mit betörendem Duft locken Gewürze in allen Farben. Kunstvoll aufgetürmte Lebensmittel warten nur darauf, probiert zu werden. Die Region ist für ihre Töpferwaren und Teppiche bekannt. Auch die berühmten Babusch Schuhe werden rund um Meknès gefertigt. Mit Einbruch der Dämmerung verwandelt sich der Place El-Hedime in eine magische Welt aus Gauklern und Erzählern, Feuerschluckern und Schlangenbeschwörern. Im Herzen der Altstadt von Meknès ist das Restaurant Aisha für traditionelle marokkanische Küche bekannt. Beliebt ist Tajine. Dabei werden Gemüse, Fleisch oder Fisch im landestypischen Tongeschirr auf Holzkohle zubereitet.

Unterwegs zum Sehenswerten der Königsstadt

Vom Königspalast in Meknès sind nach einem Erdbeben 1755 noch gewaltige Überreste zu besichtigen. Über unterirdische Gänge erstreckt sich der ehemalige Getreidespeicher. Dem eindrucksvollen Komplex schließen sich gigantische Stallungen für Tausende von Kamelen und Pferden an. Von nichtmuslimischen Touristen kann das Mausoleum von Moulay Ismail in Meknès besichtigt werden. Die aufwendigen Mosaike begeistern. Mit ihrer reich verzierten Gestaltung gehört die Alte Koranschule Bou Inania zu den kostbarsten Bauwerken Marokkos. Das Museum Dar Jamai zeigt eine hervorragende Ausstellung mit erlesenem Kunsthandwerk. Zu sehen sind Keramik, Teppiche, Holzarbeiten, Kleidung und Schmuck.

Einen Ausflug in die Umgebung unternehmen
25 Kilometer von Meknès entfernt liegt die archäologische Ausgrabungsstätte Volubilis. Nordafrikas besterhaltene Ruinenstadt ist ein antikes Weltkulturerbe, das zu den Höhepunkten in Marokko zählt. In zwei Kilometern Entfernung befindet sich der Pilgerort Moulay Idris. Das muslimische Heiligtum unweit von Meknès steht auf einer Bergkuppe im Zerhoun-Massiv, wo Besucher ein grandioses Panorama erwartet. Prachtvolle Architektur, ursprüngliche Märkte und hervorragende Küche erleben Urlauber beim Tagesausflug nach Fès. Dort gibt es den nächstgelegenen Flughafen.

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