Bologna

Lebendige Geschichte in Bologna
Es muss nicht immer Venedig, Florenz, Verona oder Mailand sein. Die Stadt Bologna überrascht mit einer riesigen historischen Altstadt, 40 Museen, kulinarischen Köstlichkeiten und vielem mehr. Völlig zurecht wurde Bologna daher im Jahre 2000 zur Europäischen Kulturhauptstadt gekürt.
Bekanntheit erlangte die Stadt, die auch "La Dotta" (die Gelehrte) genannt wird, vor allem durch ihre antike Universität. Tatsächlich gilt Bologna als die Wiege des europäischen Hochschulwesens. Noch heute pilgern Studenten aus der ganzen Welt in die Universitätsstadt und verleihen ihr junge Lebendigkeit. Zahlreiche Bars und Diskotheken sorgen für Unterhaltung nach Einbruch der Dunkelheit. Bevor sich ins Nachtleben gestürzt wird, sollten aber die folgenden Sehenswürdigkeiten keinesfalls verpasst werden:

Die beiden Türme "Torre degli Asinelli" und "Torre Garisenda" sind die Wahrzeichen von Bologna. Sie veranschaulichen, wie die Stadt wohl vor vielen Jahrhunderten ausgesehen haben mag, als es ungefähr 200 solcher Türme gab. Das Besondere der Türme ist ausserdem, dass sie schief sind. Der kleinere Turm neigt sich gar mit 3 Metern zur Erde. Der große Turm bietet eine hervorragende Aussicht über die Stadt.

Über unglaubliche 38 km zieren teils wunderschön bemalte Arkaden die Altstadt Bolognas. Wo sich früher schon das Leben abspielte, geht auch heute noch die Post ab. Innerhalb der Säulenwände warten Läden, Marktstände oder Lokale.

Nur die wenigsten wissen, dass sich in Bologna die weltweit fünftgrößte Kirche befindet. Der Bau der Basilika San Petronio startete gegen Ende des 14. Jahrhunderts. Fertiggestellt wurde die Fassade aber bis heute nicht.

Ein weiterer Geheimtipp ist der versteckte Wasserkanal auf der Brücke der Via Piella. Dort befindet sich nämlich ein kleines Fenster, das einen unerwarteten Ausblick gewährt. In Erscheinung tritt ein typisch venezianischer Kanal. Davon hat Bologna noch viele mehr. Allerdings befinden sich diese allesamt unter der Erde und sind meist zugemauert.

Nach einer ausgiebigen Stadtbesichtigung verwöhnen traditionelle Trattorias mit regionalen Spezialitäten. Bologna ist die Stadt der Tortellini, die besonders mit herzhafter Hackfleischsoße (salsa alla bolognese) schmecken. Unbedingt probiert werden sollte auch die Wurstspezialität Mortadella, die ebenfalls aus Bologna stammt. Da die regionale Küche nicht gerade sehr kalorienarm ist, nennen die Italiener ihre Stadt auch liebevoll "La Grassa", was die Fette bedeutet.

Ein Besuch von Bologna lohnt sich aufgrund des milden Klimas zu jeder Jahreszeit. Im Winter muss aber vermehrt mit Regen gerechnet werden. Die Sommer können wiederum sehr heiß werden. Aber auch dann findet sich bestimmt ein schattiges Plätzchen auf einem Piazza.

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