Starnberger See

Erholungsidyll in Oberbayern - Starnberger See
Der über 20 Kilometer lange, knapp fünf Kilometer breite und bis zu 127 Meter tiefe Starnberger See liegt etwa 25 Kilometer südwestlich der bayerischen Hauptstadt München im oberbayerischen Landkreis Starnberg. Diese hügelreiche Landschaft des Voralpengebiets wird wegen ihrer zahlreichen Seen häufig auch "Fünfseenland" genannt. Zum Fünfseenland gehören neben dem Starnberger See (56 qkm) und dem Ammersee (47 qkm) auch noch drei kleinere Seen.

Der Starnberger See zählt zu den beliebtesten Naherholungsgebieten der blau-weißen Landeshauptstädter und wird deshalb nicht selten liebevoll die "Badewanne Münchens" genannt. Aber auch viele andere Bayern und Nichtbayern machen gern am, im und auf dem von vielen Villen und Schlösschen gezäumten See Urlaub.

Nur die Hälfte des zum Teil dem Naturschutz, zum Teil nur Hotels oder anderen Privatpersonen vorbehaltenen Seeufers ist der Öffentlichkeit zugänglich. Die zahlreichen Badestellen, Strandbäder und Liegewiesen haben aber genügend Kapazität, um den vielen Erholungssuchenden Zugang zum Seevergnügen zu bieten.

Viele Radfahrer und Wanderer fühlen sich von der gut 50 Kilometer messenden Strecke um den See angesprochen. Diese malerische Rundtour ist eine von mehreren Möglichkeiten, die acht Seegemeinden kennenzulernen. Neben der 23.000-Einwohner-Kreisstadt Starnberg sind das Tutzing, Berg, Feldafing, Seeshaupt, Bernried und Münsing sowie Pöcking, zu dem der Ortsteil Possenhofen mit dem "Sisi"-Schloss gehört.

Berühmt wurde der Starnberger See nicht zuletzt wegen seiner Verbindung zum häufig verklärten Schicksal des bayerischen Monarchen Ludwig II. An den "Märchenkönig" erinnert am Starnberger See u. a. eine nicht nur von Monarchie-Fans gern besuchte Votivkapelle im Ort Berg. Monarchisch verbunden ist auch die einzige Insel im See. Die 2,5 Hektar große Roseninsel mit ihrem Ferienhaus, dem "Casino", war einmal exklusive Sommerresidenz für König Maximilian II. und Anhang. Heute ist die Insel ein beliebtes Ausflugsziel.

Der See selbst, von dem die Zugspitze gesehen werden kann, ist ein gutfrequentiertes Revier für Segler und Ruderer. Motorboote dürfen nur beschränkt über den See fahren. Außerdem bietet die Bayerische Seenschifffahrt GmbH mit ihrem Halbdutzend Schiffen Ausflugs- und Linienrouten an. Eine Besonderheit der Seen-Flotte ist das kleine Motorschiff MS PHANTASIE, deren traditionelle Route nach Bernried zu einer anderen Starnberger-See-Besonderheit führt: nämlich zum Museum der Phantasie. Das Museum wurde von Kunstsammler und "Das Boot"-Autor Lothar-Günther Buchheim begründet. Hier ist insbesondere die Sammlung von Werken expressionistischer Maler wie Heckel und Pechstein überaus sehenswert.

Der See ist übrigens ein Hotspot für geübte Taucher. Die Allmannshauser (Ufer-)Wand, die steil bis zu 70 m abfällt und dann zur tiefsten Seestelle weiterführt, ist die tiefste Tauchstelle in einem deutschen Binnengewässer.

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