Gyeongju

Gyeongju - ein Tagesausflug in Südkoreas alte Hauptstadt
Südkorea ist vor allem für seine Modernität - auch für seine Futuristik - bekannt. Und wenn man sich in den großen Städten wie Seoul und Busan aufhält, ist das in den hoch aufragenden Gebäuden, den ultrahellen Stadtleuchten und dem Hochgeschwindigkeits-Internet sehr deutlich zu sehen. Diese Städte stehen für die Dynamik und den rasanten Fortschritt des Landes.

Zugleich gibt es immer noch viele kulturelle Ziele, in denen die Besucher einen Blick in die prächtige Vergangenheit Koreas werfen können. Ein solches Ziel ist Gyeongju - die Hauptstadt des alten Königreichs Silla, Heimat einiger der besten buddhistischen Kunstwerke im Fernen Osten.

Wenn Sie sich für alte Kulturen und Traditionen interessieren - oder einfach nur eine Pause von den schnellen Autos und hellen Lichtern der Städte Südkoreas einlegen möchten - machen Sie einen Tagesausflug nach Gyeongju, der alten Hauptstadt Südkoreas.

Gyeongju - ein Blick in die alte Geschichte Südkoreas
Gyeongju ist eine Stadt in der Provinz Nord-Gyeongsang, nahe der südöstlichen Küste des koreanischen Festlandes. Es ist eine Autostunde oder eine Busfahrt nördlich von Busan, ein perfekter Tagesausflug für diejenigen, die ein kulturelles Erlebnis suchen.

Die Silla-Dynastie regierte die koreanische Halbinsel fast 1000 Jahre lang, von 57 v. Chr. bis 935 n. Chr., und viele der kulturellen Errungenschaften dieser Zeit sind noch heute in Gyeongju zu sehen. Damals war Silla ein wohlhabendes Land, und seine Hauptstadt Gyeongju war die viertgrößte Stadt.

Gyeongju in Südkorea gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe und ist ein idealer Tagesausflug für Besucher und Einheimische. Die Stadt Gyeongju wird heute als "Museum ohne Mauern" bezeichnet und ist eines der beliebtesten Reiseziele in Südkorea, insbesondere für Besucher, die sich für das kulturelle Erbe der Silla-Dynastie und die Architektur der Joseon-Dynastie interessieren.

Die einheimische Küche mag schon so manchen Gourmet verwundert haben, das Essen in Gyeongju ist typisch für die Küche in der Provinz Gyeongsang - würzig und salzig. Es gibt lokale Spezialitäten wie Gyeongju-Brot, ein rotes Bohnengebäck und Beopju, ein traditioneller koreanischer Likör.

In Gampo-eup, einer Küstenstadt im östlichen Teil von Gyeongju, können frische Meeresfrüchte und Jeotgal (fermentierte gesalzene Meeresfrüchte) gekostet werden. Am Hafen von Gampo finden sich hunderte von Fischrestaurants, in denen rohe Fischgerichte, Abalone-Suppe, gegrillte Meeresfrüchte und vieles mehr angeboten wird.

Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten - Gyeongju Tagesausflugprogramm

Beginnen Sie Ihre Tagestour durch Gyeongju im traditionellen Dorf Gyochon. Wenn Sie zur Mittagszeit in der Stadt ankommen, ist dies auch ein guter Ort, um zu Mittag zu essen.

1. Traditionelles Dorf Gyochon

Das traditionelle Hanok-Dorf Gyochon konzentriert sich auf das Leben des Choe-Clans. Die Familie Choe war bei ihren Nachbarn besonders beliebt, da sie sehr aufgeschlossen und großzügig mit ihrer Weisheit und ihrem Reichtum umgehen konnten.

Innerhalb des Dorfes finden Sie verschiedene traditionelle Häuser und Restaurants, die sich auf die traditionelle Küche spezialisiert haben. Sie können auch an Glasmacherkursen, Töpferwerkstätten und Teezeremonien teilnehmen. Hier können Sie auch Postkarten und Souvenirs abholen.

2. Daereungwon Grabkomplex und Cheomseongdae Sternwarte
Der Daereungwon Grabkomplex beherbergt die großen alten Gräber der Könige und Adligen des Silla Königreichs. Hier befinden sich 23 große Gräber, von denen die bedeutendsten der Cheonmachong und der Hwangnamdaechong sind.

In der Nähe des Grabkomplexes befindet sich das Cheomseongdae Observatorium - das älteste erhaltene astronomische Observatorium Asiens. Cheomseongdae, was "Sternenguckturm" bedeutet, wurde im 7. Jahrhundert im Königreich Silla unter der Herrschaft von Königin Seondeok errichtet. Er ist 9,4 Meter hoch und besteht aus 362 geschnittenen Granitstücken, die die 362 Tage des Mondjahres repräsentieren.

3. Donggung-Palast und Wolji-Teich
Vom Grabkomplex aus geht es zum Donggung-Palast und zum Wolji-Teich, einem künstlichen Teich, der früher auch als Anapji bekannt war. Dies ist der Rest eines Palastkomplexes der antiken Silla, der vom König Munmu nach taoistischer Ästhetik im Jahre 674 n. Chr. erbaut wurde.

Nach dem Fall von Silla wurde der Teich aufgegeben und erst 1974 wieder aufgebaut. Während dieser Zeit wurden bei Ausgrabungen viele archäologische Relikte entdeckt, die heute in der Anlage ausgestellt sind. Nachts bietet der Teich durch die Beleuchtung der Anlage einen ganz besonders schönen Anblick, weshalb eine Übernachtung in Gyeongju durchaus lohnenswert ist.

4. Bulguksa und Seokguram-Grotte
Der Bulguksa-Tempelkomplex ist 12 Kilometer vom Gyeongju-Nationalmuseumspark entfernt und enthält sowohl den Bulguksa-Tempel als auch die Seokguram-Grotte. Gemeinsam werden sie zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt, weil sie "ein Meisterwerk der buddhistischen Kunst in Fernost" sind.

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Kommentare zu "Gyeongju"

Insgesamt 1 Kommentar vorhanden


Kommentar von GoldSaver
11.08.2018 21:32 Uhr

Ich denke das es sicherlich sehr interessant in Gyeongju sein kann, aber dennoch würde ich dorthin wohl eher nicht in den Urlaub fliegen. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dort ein oder gar zwei Wochen zu verbeingen.