Novi Sad

Donau-Metropole mit viel Kultur - Novi Sad
Trotz seiner etwa 300.000 Einwohner ist Novi Sad über die nationalen Grenzen hinaus nur den Wenigsten bekannt. Die zweitgrößte Stadt in Serbien befindet sich im Nordwesten des Balkanstaates und ist die Hauptstadt der autonomen Provinz Vojvodina. Von Belgrad liegt Novi Sad etwa 70 km entfernt. Nach ihrer erfolgreichen Bewerbung zur Europäischen Kulturhauptstadt werden sich 2021 viele Augen auf die Stadt an der Donau und damit auch auf Serbien richten.

Festung Petrovaradin als Wahrzeichen der Stadt
Faszinierend und unheimlich zugleich ist ein Besuch der riesigen, auf einem Hügel befindlichen Festung Petrovaradin. Am Ufer der Donau gelegen, gilt Petrovaradin als Wahrzeichen der Stadt und zählt zu den größten und am besten erhaltenen Festungen Europas. Wer das aus mehr als 16 km langen Tunneln bestehende, unterirdische Labyrinth der einstigen Verteidigungsanlage betritt, ist gut beraten, sich einer organisierten Tour anzuschließen. Durch dunkle Gewölbe spazierend, deren Deckenhöhe mitunter nur 1,80 m beträgt, berichten ortskundige Reiseführer von der langen und spannenden Geschichte dieses imposanten Bauwerkes, dessen Tunnelsystem auch als Gefängnis genutzt wurde. An der Oberfläche bietet sich ein ganz anderes Bild. Hier findet der Gast zahlreiche Künstlerateliers, Cafés und Souvenirläden vor. An einer großen Musikvielfalt können sich die Besucher erfreuen, die sich alljährlich im Sommer auf der Festung Petrovaradin einfinden, um am EXIT Festival als größtem Festival in Serbien teilzunehmen.

Kein Grund, sich zu verstecken
Abgesehen von den Legenden, die sich um die Festung Petrovaradin ranken und einen Besuch lohnen, gibt es in Novi Sad keinen Anlass, sich in den unterirdischen Festungsmauern zu verstecken. Ganz im Gegenteil. Zahlreich sind die Sehenswürdigkeiten, mit denen die Stadt an der Donau den Besucher zu unterhalten weiß. Hierzu zählt der zentral gelegene Platz der Freiheit, deren umliegende Gebäude unterschiedlichen Epochen entstammen. So präsentiert sich das 1895 erbaute Rathaus im Stil der Neorenaissance und die katholische Domkirche im Stil der Neogotik. Zwischen der Donaustraße und der Zmaj Jovina Straße, die mit ihren mehrfarbigen Fassaden beeindrucken, laden schmale Gassen zum Flanieren und Einkehren in eines der zahlreichen Cafés ein.

Kunst und Kultur in Novi Sad

Liebhabern von Kunst und Kultur in Serbien empfiehlt sich ein Besuch auf dem Platz der Galerien. Hier befindet sich neben der Matica Srpska Galerie, in welcher es nationale Schätze vom 16. bis 20. Jahrhundert zu sehen gibt, die Gedenksammlung von Pavle Beljanski sowie jene von Rajko Mamuzic. Im Museum der Vojvodina, das sich in der grünen Lunge von Novi Sad, dem Donau Park befindet, erfährt der Besucher viel Wissenswertes über die Geschichte und das kulturelle Erbe der Vojvodina von der Steinzeit bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts. Sehenswert sind auch das Nationaltheater als einem der bedeutendsten Theater in Serbien, sowie die Synagoge, die aufgrund ihrer Akustik als Konzertsaal genutzt wird.

Im Sommer lockt der Stadtstrand
Unweit der Freiheitsbrücke befindet sich der großzügige Sandstrand, auf den Novi Sad zurecht stolz ist. Auf Sonnenbänken mit einem Cocktail in der Hand, finden die Einheimischen hier an der Donau an heißen Sommertagen Erholung und Erfrischung. Vom Ufer aus ist die Festung Petrovaradin sichtbar. Wen es ins Umland verschlägt, dem sei ein Besuch im südlich der Stadt gelegenen Nationalpark Fruska Gora empfohlen. Hier lässt es sich wunderbar wandern und mehrere mittelalterliche serbische Klöster können entdeckt werden.

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